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Aktualisiert / last update / actualizado 20.05.2016

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Die drei Prachtstädte
Alles Andalusische gilt als typisch spanisch. Dabei kommt das meiste Andalusische vom Kontinent nebenan: aus Afrika. Das beginnt schon mit den Ur-Andalusiern. Sie stammen von den aus Afrika eingewanderten Cro-Magnon-Menschen ab. In den Höhlen von Nerja haben sie sich verewigt. Später kamen - wiederum aus Afrika - die Iberer. Im Jahr 1100 v. Chr. erschienen die Phönizier - auch sie ein afrikanisches Volk. Dann allerdings traten, zur Abwechslung, Leute aus anderen Gebieten in Südspanien auf. Die Römer beispielsweise, die viele Bauten hinterließen; später aus Norden die Vandalen und Westgoten.
Doch dann war wieder Afrika an der Reihe: Die Mauren nahmen große Teile Spaniens unter ihre Obhut - klug und behutsam. Sie prägten die Kultur Andalusiens. Auch den Namen: Al-Andalus, Land der Vandalen.
Später kamen aus Frankreich und Italien auch andere geistige Strömungen nach Südspanien. So entstanden nach dem Mittelalter die Kunstformen der spanischen Renaissance und des spanischen Barocks. Drei andalusische Städte sind Denkmäler für die verschiedenen Kulturen: Granada, Córdoba und Sevilla. Wer sich für kulturhistorische Entwicklungen interessiert, kann allein für diese drei Städte einen sechswöchigen Urlaub einplanen und wird sich keinen Tag langweilen.
Córdoba liegt da, als seien die Mauren aus Spanien nie verschwunden. Es war vom 8. bis zum 13. Jahrhundert die Hauptstadt eines Kalifats. So erscheint die Stadt noch heute: kalkweiße Mauern, tiefschwarze Schatten, enge, gewundene Gassen und kleine Plätze - Afrika am Guadalquivir. Die Mauren bauten auf römischen Fundamenten. So zum Beispiel bei der sechzehnbögigen Puente Romana, einer maurischen Brücke auf römischen Pfeilern. Der zugehörige Festungsturm dient heute als Stadtmuseum. Die Haupt-Sehenswürdigkeit von Córdoba ist die Mezquita, eine der schönsten und größten Moscheen der islamischen Welt. Sie wird von einer bis zu 20 Meter hohen, zinnengekrönten Mauer umgeben und sieht von außen recht schlicht aus. Das täuscht. Im Innern geht es prächtig zu: ein Wald von 856 Säulen aus Marmor, Porphyr und Jaspis trägt die Dächer der 19 Schiffe.
Im 16. Jahrhundert hat man in diese Moschee eine christliche Kathedrale hineingebaut und sie mit vielen wertvollen Kunstwerken ausgeschmückt.
Auch Granada ist durch seine maurischen Bauten berühmt - vor allem durch die Alhambra. Sie ist ein weitläufiger, hochgelegener Palast, eine Akropolis aus 1001 Nacht, die sich aus zahlreichen Gebäuden, Höfen und Gemächern zusammensetzt. Sie entstand im 14. Jahrhundert, als Granada Mittelpunkt eines maurischen Königreichs war, und besteht aus drei Teilen: Mexuar (für die Verwaltung und die Rechtsprechung), Harem (Frauengemächer) und Divan (Räume des Königs).
Auch die Gärten auf dem Burgberg sind sehenswert; ebenso die Türme der alten Befestigungsmauer, die weite Blicke über die Stadt bieten. Ein Stück abseits steht der Palacio del Generalife, die Sommerresidenz des maurischen Herrschers, mit Gärten, Wasserspielen und Alleen.
Sevilla, die jetzige Metropole Andalusiens, erscheint gegenüber Córdoba und Granada als typisch spanische Stadt, obwohl auch sie jahrhundertelang das Zentrum eines maurischen Königreichs war. Drei Wahrzeichen aus jener Zeit blieben: Alcazar, Orangenhof und Giralda. Der Alcazar ist der maurische, dann christlich umgewandelte Königspalast. Der Botschaftersaal, der Puppenhof und der von gekachelten Arkadengängen umgebene Jungfrauenhof sind prächtig ausgestattet. Der Orangenhof gehörte zur Moschee, ebenso wie die 93 Meter hohe Giralda, ein im 12. Jahrhundert erbautes Minarett. Von seiner 70 Meter hohen Plattform hat man eine hinreißende Aussicht über die Stadt, die einem zu Füßen liegt. An der Stelle der Moschee steht seit dem 15. Jahrhundert die Kathedrale, die drittgrößte Kirche Europas. Der gotische Innenraum mit seinen wertvollen Kunstschätzen ist überwältigend.

Fiestas, Ferias und Corridas
Die Zahl der kirchlichen und weltlichen Feste in Andalusien ist groß. Während der Karwoche (von Palmsonntag bis Karfreitag) finden die berühmtesten Prozessionen in Sevilla statt. Zentnerschwere Heiligenfiguren werden, mit Trauergewändern drapiert, durch die Straßen getragen.
Ähnliche Umzüge kann man zur gleichen Zeit in Granada sehen. Am Karfreitag zieht frühmorgens eine stimmungsvolle Prozession durch die nur von Kerzen beleuchteten Straßen von Málaga.
Lustiger geht es bei der alljährlichen April-Feria in Sevilla zu. Sie ist ursprünglich ein landwirtschaftliches Fest, das zu einem Treff des Landadels wurde. Hier sieht man die fotogenen Reiter mit den kurzen Jacken und die Damen, die dekorativ und unbequem hinter den Caballeros auf der Pferdekruppe balancieren. Musik, Tanz und Stierkampf machen dieses Fest zum buntesten in Spanien.
In Jeréz de la Frontera findet Ende April, Anfang Mai eine Vieh- und Pferdemesse mit andalusischen Reitwettbewerben statt. Dazu wird Flamenco und Weinseligkeit geboten.
Cádiz feiert im Mai ein lebhaftes Fest mit Umzügen, Stierkämpfen, Feuerwerk, Kostüm-, Chor- und Witz-Wettbewerben.
An Pfingsten führen die in ganz Spanien berühmten Wallfahrten zur Santuario del Rocio im Marschland der Marismas. Man kommt aus allen Richtungen - zu Fuß, zu Pferd oder im geschmückten, von Ochsen gezogenen Planwagen. Man singt, tanzt, isst und trinkt unter freiem Himmel.
In Granada, Sevilla und Cádiz gibt es malerische Fronleichnams-Prozessionen.
Málaga veranstaltet in der ersten Augustwoche eine Feria mit Fiesta (Markt mit Volksfest und Stierkampf).
Jeréz de la Frontera hält Anfang September ein Weinlese-Fest ("Vendimia") mit Flamenco-Festival, Reiterumzügen, Stierkämpfen und Weintraubensegnung.
Vom 7. bis 11. September gibt es in Mijas eine Fiesta mit religiöser Prozession, Volkstanz, Stierkampf und Feuerwerk.
Und vom 9. bis 12. Oktober kann man in Nerja eine Fiesta mit Volkstanz sehen, für die das Dorf berühmt ist.

Fandango und Flamenco
Spanien ist ein Land der Volksfeste. Musik und Tanz gehören immer dazu. Auch der Stierkampf. Er hat in Andalusien - und zwar in der Bergstadt Ronda - seine heutige klassische Form gefunden. Seit Jahrhunderten ist er die beliebteste Volksbelustigung. Nur hier und da hat ihm der Fußball den Rang abgelaufen.
Auch der Flamenco wurde in Andalusien geboren. Er ist ursprünglich kein Tanz, wie man das hierzulande meist annimmt, sondern eine Liedgattung: die älteste, künstlerisch reichste und lebendigste Folklore in ganz Europa. Sie hat sich aus dem "Cante jondo" entwickelt, einem schwermütigen Gesang, in dem altiberische, maurische, byzantinische und jüdische Elemente zusammenkommen. Der Cante jondo wird meist mit hoher, oft schriller Stimme, mit rhythmischem Händeklatschen und Fußstampfen vorgetragen.
Viele Flamencos sind - wie der Cante jondo - traurig und getragen, andere sind feurig und temperamentvoll. Auf sie wird getanzt. Was man in den Touristenorten an der Küste als "Flamenco" zu sehen bekommt, ist oft nicht mehr wert als Goethes "Faust" im Kasperltheater. Originale andalusische Volkstänze sind viel eher die Malagueñas, Granadinas und Sevillanas - vor allem aber die Fandangos, die zu den ältesten aller spanischen Tänze zählen. Zur Musik gehören Gitarren und Kastagnetten, die man heute als typisch spanische Instrumente betrachtet. Ursprünglich wurden sie nur in Andalusien benutzt.

Gemüsesuppe, Stierschwanz und Málaga
Málaga ist nicht nur eine Stadt; es ist auch ein Wein. Er gedeiht an der Costa del Sol, und deren Sonne macht sich durch viel Weinsüße und darum viel Alkohol bemerkbar. Der Málaga ist feurig, vollmundig und schwer.
Ganz anders gibt sich ein Wein, der durch die Engländer, die ihn schätzen, in internationalen Bars Eingang gefunden hat: der Sherry. Er stammt aus der Gegend von Jeréz de la Frontera. Eigentlich heißt er "Jeréz". Doch die Engländer tauften ihn um, weil sie ihn nicht nur trinken, sondern auch aussprechen wollten. Sherry gibt es in vier Geschmacksrichtungen: süß (oloroso), mittelherb (amontillado), trocken (fino) und herbbitter (manzanilla). In Andalusien trinkt man ihn aus tulpenförmigen Gläsern - langsam und mit Bedacht.
Zum Wein reicht man, vor allem an der Küste, kleine Fischchen: Sardellen, Chanquetes und Boquerones. Oder man stellt andere Häppchen dazu: Austern, kleine Salamis, Salate.
Fische sind in der Küstengegend sehr beliebt. In den Hafenstädten bekommt man Fischsuppen aller Art sowie den typisch andalusischen Bratfisch. Auch Tintenfisch, Aale, Muscheln und Meersschnecken findet man.
Die eigentliche Spezialität Andalusiens ist jedoch der Gazpacho, der mit Fischen nichts zu tun hat. Es ist eine kalte Gemüsesuppe mit vielen rohen, zerstampften Zutaten: Tomaten, Zwiebeln, Gurken, Knoblauch. Man bekommt den Gazpacho in der kleinen Eckkneipe ebenso wie im Luxusrestaurant - und immer nach anderem Rezept.
Eine wahre Spezialität ist der Menudos, ein Fleischeintopf aus Leber, Niere und anderen Innereien. Und eine dritte, die es allerdings nur selten gibt: gedünsteter Kampfstier-Schwanz.

Dreimal in die Berge
Wer in Andalusien bergwandern möchte, muss es im Auto tun. Wanderwege in unserem Sinn gibt es kaum, eher nur Ziegenpfade. Man kann unterwegs aussteigen und ein paar Schritte nach links und rechts in die Landschaft tun. Aber auf Wegweiser oder Markierungen darf man nur selten hoffen.
Drei Bergfahrten bieten sich an. Die eine durch das Hochgebirge der Sierra Nevada auf den 3400 Meter hohen Pico de Veleta (die höchste Bergstraße Europas). Die zweite durch die abwechslungsreiche Sierra Cazorla. Und die dritte von Málaga nach Granada und zurück.
Fahrt 1
In Granada, im Südosten der Stadt, beginnt die Straße zum Pico de Veleta. Man fährt zehn Kilometer in östlicher Richtung den Rio Genil entlang. Dann geht es über den Fluss und in Windungen mehrere Kilometer bergauf, vorbei an Hotels und Herbergen bis knapp unter den Gipfel des Veleta. Die Aussicht vom Gipfel ist gewaltig.
Fahrt 2
In Úbeda kann die abwechslungs- und aussichtsreiche Rundreise durch die Cazorla-Berge beginnen. Neun Kilometer nordöstlich von Villacarillo zweigt eine Straße nach rechts ab. Sie fahren durch die enge Schlucht des Guadalquivir, der in diesen Bergen entspringt, erreichen den Tranco-Stausee und fahren am See entlang. Oft kann man Wild bei der Tränke beobachten. Die Höhenstraße führt über den 1200 Meter hohen Las Palomas-Pass. Cazorla ist ein malerisches Dorf mit steilen Straßen und Treppengassen. Von dort fahren Sie über Peal de Becerro wieder nach Úbeda zurück. Diese Rundreise dürfen Sie nicht unterschätzen. Sie ist etwa 175 Kilometer lang und die Straßen erlauben kein schnelles Tempo.
Fahrt 3
Schließlich eine Rundfahrt, bei der Sie die ganze Vielfalt der andalusischen Landschaft erleben - die allerdings auch rund 320 Kilometer lang ist. Sie führt von Málaga nach Granada und auf einem Umweg an der Küste entlang nach Málaga zurück.
Nördlich von Málaga schraubt sich die Bergstraße auf einer Distanz von 33 Kilometern rund 700 Meter in die Höhe - oft kühn, noch öfter mit schöner Aussicht.
Das Straßenstück bis nach Loja ist 44 Kilometer lang, hübsch und abwechslungsreich. Manche halten den Umweg über Antequera und Archidona für noch schöner. Allerdings ist er 25 Kilometer länger. Dafür andererseits muss man auf der kürzeren Strecke auf mehr als 1000 Meter - den Puerto los Alazores - hinauf.
Von Loja bis Granada fahren Sie, in über 500 Meter Höhe, fast eben und parallel zum Rio Genil durch eine interessante Landschaft voller Flüsschen und Bäche. Sie kommen an Orten vorbei, deren Namen man von amerikanischen Filmen kennt: Santa Fe, Los Alamos, La Paz.
Die Strecke von Granada nach Motril, erst an der Sierra Nevada und dann am Rand der Alpujarras (einem anderen Bergmassiv) entlang, ist landschaftlich großartig.
Von Motril aus geht es auf der prächtigen Küstenstraße nach Málaga zurück. Der schönste Abschnitt liegt zwischen La Herradura (bei Almuñécar) und Nerja: Buchten, Klippen, Steilküsten und immer wieder imposante Ausblicke.

Schnee über der Sonnenküste
Wer das Wort "Spanien" hört und sich vorstellt, wie es dort aussieht, der hat meist ein Bild aus Andalusien vor Augen. Spaniens südlichster Teil hat das Image des ganzen Landes geprägt. Spätestens seit Bizet die Oper "Carmen" schrieb, vor mehr als hundert Jahren. Sie spielt in Andalusien.
Wer, um Ferien zu machen, an die Küste kommt, sieht ein anderes Bild: Hochhäuser, Autostraßen und Rummel am Strand. Ist auch dies Andalusien ? Gewiss. Andalusien war schon immer vielseitiger als man gemeinhin so glaubt. Das beginnt mit der Landschaft, die sich aus zahlreichen unterschiedlichen Formationen zusammensetzt. Da ist Europas gegenwärtig berühmteste Badeküste, die Costa del Sol: dem Süden zugewandt und sehr warm. Touristen baden dort noch an Weihnachten. Die Durchschnittstemperatur liegt im Winter bei 15 Grad, im Sommer bei 28 Grad. Lange, anthrazitfarbene Sandstrände wechseln ab mit reizvollen Steilküsten. Fast unmittelbar hinter dem Strand erhebt sich ein Gebirge. Es tut das seinige, um die Costa del Sol warm zu halten, denn es wehrt die Nordwinde ab. Diese "Betische Cordillere" ist ein beachtlicher Felsriegel. Das Herzstück von ihr, die Sierra Nevada, präsentiert sich sogar als schroffes Felsgebirge von hochalpinem Charakter. Der Mulhacen mit seinen 3480 Metern ist der höchste Berg des spanischen Festlandes. Bis in den Sommer hinein kann man von der Küste aus dort oben den Schnee liegen sehen; bis Mai ist Skibetrieb.
Die Kette der Cordilleren senkt sich nach Norden hinab zum breiten Becken des Guadalquivir. Dort drüben erst liegt Sevilla, Andalusiens Hauptstadt - eine der spanischsten Städte. Und eine der heißesten Europas, was das Klima und das Temperament anbetrifft. Dort wurden die Maler Velazquez und Murillo geboren, dort spielen "Figaro", "Don Juán" und natürlich auch der "Barbier von Sevilla".
Das Mündungsgebiet des Guadalquivir war früher eine riesige Meeresbucht. Jetzt ist es Sumpfland, "Las Marismas", das bis kurz vor Sevilla reicht. Die Stadt liegt nur acht Meter über dem Meeresspiegel.Der Guadalquivir mündet nicht ins Mittelmeer, sondern jenseits von Gibraltar in den Atlantik. Die Küste dort ist ganz anders als die Costa del Sol. Auch sie öffnet sich nach Süden; deshalb heißt sie "Costa de la Luz", Küste des Lichts. Doch ist das Meer bei weitem nicht so ruhig und warm wie an der Costa del Sol. (Quelle: ADAC)

Fahrt entlang der Costa del Sol von Almería nach Cadiz
Über die günstigste Jahreszeit für eine Fahrt auf dieser Küstenstraße braucht sich niemand den Kopf zu zerbrechen: Es ist eine Straße für alle Jahreszeiten, wobei man allerdings im Hochsommer nicht ohne Klimaanlage im Auto auskommt. Auf jeden Fall schwinden an der Costa del Sol unter Palmen und zwischen Agaven, die ein wahrhaftig blaues Meer säumen, alle Winterängste.
Selbstverständlich können Sie die Fahrt in beiden Richtungen mit Ausgangspunkt Cadiz oder Almería machen. Aber wenn Sie von Barcelona über Tarragona, Valencia und Murcia kommen, beginnt die Costa del Sol in Almería. Deshalb lassen wir die Tour auch hier beginnen. Der Name dieser Stadt ist arabischer Herkunft und bedeutet "Spiegel". Das lässt ahnen, dass hier - wie längs der ganzen Afrika gegenüberliegenden Küste - ein Hauch arabischer Welt gleichsam im Spiegelbild erscheint. So thront auch schon über Almería - wie später noch vielerorts - eine Alcazaba, eine Festung aus der Zeit der arabischen Kalifen, die zwischen 1160 und 1489 hier herrschten, bis sich Spaniens Macht schließlich durchsetzte. Aber zerstört wurde die Alcazaba nicht durch Krieg, sondern durch ein Erdbeben im Jahr 1522. Zum Glück hat man sie feinfühlig restauriert, allerdings wurde dabei aus der Moschee eine Kapelle.
Die Straße, der Sie jetzt folgen, ist die N 340. Ein Dutzend Kilometer führt sie zunächst längs der aussichtsreichen Steilküste, von Tunneln unterbrochen, bis Aguadulce. Ab hier schneidet sie den ins Meer hinausragenden Halbbogen der Costa de Almería kurzerhand ab. Sie müssen sich also entscheiden, ob Sie - auf Nebenstraßen zum Meer - den einen oder anderen Küstenort wie Roquetas de Mar oder Almerimar nebst den Salinen zwischen beiden Orten "mitnehmen" wollen oder im Hinterland zu Füßen der bis über 2000 Meter aufragenden Sierra de Gádor der ziemlich geradlinigen Hauptstraße N 340 folgen. Das Bild, das sich Ihnen so oder so bietet, ist ungewöhnlich. Denn Hänge und Ebenen, die vor dem rauheren Norden durch das Gebirge geschützt sind, sind dicht an dicht mit Plastik-Gewächshäusern übersät. Hier werden die Tomaten gezogen, die wir in den Wintermonaten kaufen können. An diesem Landschaftsbild wird sich auch bis Motril wenig ändern. Allzu schön sieht das zwar nicht aus, aber dazwischen machen Zitronen- und Orangenbäume das Bild doch ein wenig lieblicher.
Wer durchs Hinterland fuhr, erreicht bei Balanegra und El Puente del Rio mit seiner Palmen-Avenida wieder die Küste, um kurz danach in der Stadt Adra mit ihren Hochhäusern und Fabrikruinen auf einen großzügigen Hafen für Sport- und Fischerboote zu stoßen. Die Straße steigt nun in Windungen aufwärts und lässt den Blick weit übers Meer schweifen. Immer wieder schieben sich auf den Höhen die Überreste alter Türme ins Bild: Von dort aus konnten die Araber das Meer gut gegen eventuell auftauchende Feinde überwachen. Wo hier - wie in La Rábita - eine Lücke im Steilufer auch nur etwas Raum lässt, mausern sich die einstigen Fischerdörfchen mit Hotelneubauten und Palmenanpflanzungen zu ehrgeizigen Badeorten. Mit einigen Tunneln bewältigt die reizvolle Straße die hochragende Küste, vor deren Felsen die Schiffe durch Leuchttürme gewarnt werden. Immer wieder können Sie herrliche Ausblicke genießen. Über Orte wie Calahonda oder Torrenueva, die sich mit ihren Hochhausbauten nicht sehr stark unterscheiden, erreichen Sie schließlich Motril.
An diesem wichtigen Angelpunkt der Küstenstrecke zweigt die N 323 zum Höhepunkt jeder Andalusienreise, nach Granada, ab. Dieser 75 Kilometer weite Abstecher führt über zwei Pässe, darunter der 860 Meter hohe Puerto del Suspiro del Moro. Die Strecke erfordert durch viele Kurven und einigen Höhenunterschied zwar etwas Zeit, aber sie lohnt sich auf jeden Fall. Sehr mühsam kann freilich auch die Fahrt durch das zeitweilig vom Verkehrschaos nahezu lahmgelegte Stadtgebiet von Granada sein - vor allem, wenn Sie dann auch erst noch ein Hotel suchen müssen ! (Deswegen empfehle ich ja immer, ein Ferienhaus in Andalusien zu buchen…)
Die Hauptattraktion Granadas, die Alhambra, sollten Sie unbedingt besichtigen. Unmittelbar am Parador, einem ehemaligen Franziskanerkloster, beginnen die Gärten des Generalife und schließt sich die Alhambra an. Für die Besichtigung brauchen Sie Zeit: Legen Sie sie nach Möglichkeit auf eine Stunde, in der nicht gerade Dutzende von Bussen ihre Insassen ausströmen lassen. Früher Morgen oder später Nachmittag, eventuell auch die Mittagszeit im spanischen Rhythmus, also zwischen 14 und 15 Uhr, sind am günstigsten. Dass die Alhambra mit ihren Sälen und Anlagen, mit Turm und Löwenhof ein großartiges Erlebnis ist, versteht sich von selbst.
Anschließend geht es auf der gleichen Strecke wieder zurück zur N 340 bei Motril und weiter an der Küste zum bergwärts ansteigenden Fischerort Salobreña, der mit seiner malerischen Kastellruine aus maurischer Zeit auf einem Felsrücken über den Zuckerrohrfeldern thront. Durch Tunnel führt die Straße zu dem von Hochhäusern geprägten, lebhaften Seebad Almuñécar, das mit dem rund 30 Kilometer entfernten Nerja in heftigem Wettstreit steht. Tunnel und Kurven wechseln sich auf der reizvollen, über 50 Kilometer langen Strecke zwischen Motril und Nerja immer wieder ab und bieten so eine malerische Aufeinanderfolge von Küsten- und Gebirgsblicken. In Richtung Nerja wird es dann allmählich flacher, aber vorher sollten Sie noch bei einem kleinen Abstecher die faszinierende Abfahrt hinunter zur pinienumrahmten Marina del Este an der Punta del Mona genießen.
Seit Jahrzehnten hat Nerja mit seiner zufällig entdeckten Tropfsteinhöhle, der Cueva de Nerja, eine handfeste Touristenattraktion. Die vier riesigen saalartigen Grotten voller Tropfsteingebilde sind mit Beleuchtung, befestigten Wegen und Musikkulisse für Besucher hergerichtet. Wissenschaftler haben festgestellt, dass schon vor 4000 Jahren Menschen in der Höhle lebten und ihre Spuren in Form von (nicht zu besichtigenden) Felsmalereien hinterließen.
Die herrliche Aussichtsterrasse vor Nerjas Kirche ist als "Balcón de Europa" bekannt. Nerja hat ein malerisches Stadtbild und die Reste eines römischen Aquädukts anzubieten - ein Rundgang lohnt sich also auf jeden Fall.
Nur noch 50 Kilometer ebener Strecke trennen Sie jetzt von Málaga. Erster Ort hinter Nerja ist Torrox Costa, Küstenstrich des landeinwärts gelegenen Torrox mit Überresten aus der Römerzeit. Über einige stillere Fischerdörfer wie Lagos und das beschauliche La Caleta de Vélez führt unsere Route zu dem mit vielen Hochhäusern bestückten Touristenort Torre del Mar. Der Turm ist unübersehbar. Hauptanziehungspunkt des Ortes ist der lange Strand. Hierher kommen mit Vorliebe die Leute aus Málaga übers Wochenende und - wie könnte es anders sein - auch viele deutsche Urlauber. Ursprünglich war Torre del Mar einmal ein einfaches Fischerdorf - bis die Touristen kamen. Fünf Kilometer landeinwärts liegt auf einem Hügel das nach dem hier ins Meer mündenden Fluss Vélez benannte Vélez-Málaga. Die hübsche Stadt lohnt einen Abstecher. Sie wurde - das ist erwiesen - von den Phöniziern angelegt. Und die Kirche La Encarnación oder Santa María soll der Überlieferung nach vom Apostel Petrus gegründet worden sein. Mitte Juli zieht ein Volksfest viele Besucher an.
Je näher Sie Málaga kommen, umso betriebsamer werden die einstigen Fischerorte, und umso zahlreicher schießen die Hotels empor. Nehmen Sie nach Möglichkeit zwischen Rincón de la Victoria und El Candado die schmälere, nur bis 2,5 t zugelassene Küstenstraße. Zu den reizvollsten Orten an diesem Küstenabschnitt vor Málaga gehört La Cala del Moral. Landeinwärts lässt sich manche interessante Höhle - wie die Cueva del Higuerón oder Cueva del Tesoro - entdecken. Wo Sie Höhlenwohnungen erspähen, brauchen Sie nicht gleich an ein Elendsquartier zu denken. In einer Höhle lebt sich's unter dem heißen Himmel der Costa del Sol mitunter recht angenehm.
Für die lebhafte und stilvolle Großstadt Málaga sollten Sie sich entweder genug Zeit nehmen - oder gleich dran vorbeifahren. Denn Zeit brauchen Sie: In der Stadt ist ein Parkplatz nur mühsam zu ergattern, und die Einbahnstraßen geben nur den Einwohnern keine Rätsel auf. Die erste Sehenswürdigkeit sind die einstige Zitadelle Gibralfaro - 125 Meter über dem Meer mit herrlicher Aussicht - und die darunter gelegene Alcazaba. Wie die Alhambra in Granada vermittelt auch dieses gut restaurierte maurische Schloss eine Vorstellung von der raffinierten Kunst der Araber. Bei den engen Gässchen der Stadt mag mancher an Venedig denken - nur ohne Kanäle, versteht sich. Zur Atmosphäre Málagas gehören - außer dem vielgerühmten Wein - seine Parks, vor allem das blühende Paradies der Jardines El Parque mit einer Fläche von 30.000 m² und hübschen Wasserspielen. Der Süden lebt auf in der von Palmen überragten Promenadenstraße Paseo El Parque. Von dort zweigt die Calle Larios mit ihren zahlreichen verlockenden Läden ab. Selbstverständlich gehört auch die Renaissance-Kathedrale zu den Bauten, die Sie sich ansehen sollten.
Nur einen Katzensprung von Málaga entfernt stoßen Sie bei der Weiterfahrt auf Torremolinos - benannt nach dem Turm einer alten Mühle. Hier scheiden sich die Geister. Die einen - und das sind nicht wenige - akzeptieren die Hochhausfronten hinter dem langen Strand und das Menschengetümmel während der Hauptsaison. Die anderen vermissen Natur, Kolorit und Atmosphäre. Jedenfalls ist Torremolinos eine vielbesuchte Hotelstadt und neben Marbella Zentrum des Tourismus an der Costa del Sol. Noch vor 20 Jahren glaubte man, der ursprüngliche Ort habe trotz der Neubauten seinen Charakter kaum geändert. Heute ist das Ortsbild völlig anders.
Die Bauwut von Torremolinos hat auch auf die Nachbarorte übergegriffen. Beispielsweise auf Torremuelle, allerdings mit einem bescheideneren Strand, oder auf Fuengirola, das mit seinen vier Strandzonen inzwischen auch zu einem Häusermeer geworden ist. Das Kastell links der Straße, Castillo de San Isidoro, wurde im 10. Jahrhundert von den Arabern errichtet und im 16. Jahrhundert erneuert. Wer mit Hotelpalästen wenig im Sinn hat, findet im neun Kilometer von der Küste entfernten malerischen Bergdorf Mijas, auf 240 Meter Höhe, ein verhältnismäßig urwüchsiges Stück Spanien mit Mini-Stierkampfarena und einem 800 Meter hohen Aussichtsberg im Hintergrund. Dank der vor Nordwinden schützenden Sierra de Mijas sind die Temperaturen hier im Winter noch angenehm. Auch hierher kommen freilich Ausflugsbusse, und so fehlen natürlich die Souvenirläden nicht.Am folgenden Küstenabschnitt bis zum knapp 30 Kilometer entfernten Marbella geht es hoch her. Hier wird beinahe jeder Quadratmeter "erschlossen". Die grüne und blühende Landschaft vor dem ansteigenden Hinterland hat einen verführerischen Reiz, und so wachsen hier auch die Häuser wie Pilze aus dem Boden. Marbella scheint aus allen Nähten zu platzen. Selbst bis dicht an die hier lebhafte N 340 schieben sich die Feriensiedlungen.
Marbella schließlich ist in der Tat ein Höhepunkt der Costa del Sol. Schon der Name verkündet es: Meer und schön. Hier wohnen betuchte Prominenz und Normalurlauber dicht beieinander. Zum Glück hat die Altstadt ihr reizvolles Gesicht von einst einigermaßen bewahrt. Aber längs des Strandes, der sich fast zwei Dutzend Kilometer in wechselnder Güte hinzieht, ist eine schier endlose Kette von Hotels, Herbergen, Bungalowanlagen, und Appartementbauten jeglicher Art entstanden. Dank der Sierra Blanca hat kalter Nordwind auch hier keine Chance, und das Gebirge sorgt mit über 1200 Meter Höhe zugleich für eine herrliche Kulisse. Sollten Sie in Marbella Ausschau nach Stars oder Mitgliedern des Jet-Set halten wollen, müssen Sie sich in den Spitzenhotels und Luxusrestaurants umsehen. Aber Marbella lässt sich auch billig - oder besser: preiswert - in einer Ferienwohnung erleben, freilich ohne Beigabe etwaiger Prominenz.
Ein paar Kilometer westlich von Marbella geht es in San Pedro de Alcántara trotz Casino und Stierkampfarena sowie den am Stadtrand wuchernden Feriensiedlungen um einiges ruhiger zu, und hier zweigt auch die wichtige Nebenstraße nach Ronda ab. Nur 50 Kilometer Abstecher, aber kurven- und passreich mit einer Maximalhöhe von 1417 Metern. Noch vor ein paar Jahrzehnten war die Anfahrt ein Abenteuer. Heute rollen die Ausflugsbusse dutzendweise in diese beinahe unwirkliche Stadt. Sie nimmt mehrere Hügel ein und ist durch eine tiefe Schlucht des Rio Guadalevín zerschnitten, über die Römer, Araber und Spanier je eine Brücke bauten. Der Blick in den schroffen Abgrund ist atemberaubend. In dieser unwegsamen Abgeschiedenheit konnten sich die Araber bis 1485 behaupten und hinterließen sehenswerte Spuren. Rondas Stierkampfarena bedeutet für Spanier vielleicht das gleiche wie Münchens Olympiastadion für deutsche Fußballfans. Hemingway setzte ihr in dem Roman "Fiesta" ein literarisches Denkmal. Jeweils in der ersten Septemberhälfte finden die berühmten Corridas statt. Wer wissen will, was der - von Tierfreunden sicher mit Recht angefeindete - Stierkampf für Ronda (und viele Spanier !) bedeutet, braucht nur die Wände des gegenüberliegenden Restaurants "Pedro Romero" (so hieß ein berühmter Torero) zu betrachten: Sie sind mit Stierköpfen (nach Art unserer Hirschgeweihe), Plakaten und Fotos geschmückt. Ronda füllt als Art "andalusisches Freilichtmuseum" einen Ausflugstag voll aus, wobei auch die Kathedrale mit ihrem goldfarbenen Barockaltar und dem üppig geschnitzten Chor nicht ausgelassen werden sollte.
Auf der gleichen Strecke geht es dann wieder zurück an die Küste. Vorbei am Golfplatz von San Pedro und ein paar kleineren Badeorten erreichen wir Estepona. Ein Aquädukt erinnert an die Zeiten römischer Siedlung, auch Ausgrabungen sind zu besichtigen. Ursprünglich waren in Esteponas Hafen nur Fischer zu Hause. Heute hat man am westlichen Ortsrand einen ansehnlichen Sportboothafen mit Leuchtturm, Geschäften und Lokalen angelegt: viel Betrieb in der Hochsaison, eine Idylle in der Vor- und Nachsaison. Wen stört es da, dass gleich hinter dem Hafen Hochhäuser mit mindestens 10 Stockwerken emporragen. Viele der Jachten, die hier anlegen, sind Spitzenklasse. Aber auch das Städtchen selbst mit seiner Palmenallee am Strand kann sich sehen lassen. Wer östlich oder westlich von Marbella keinen Bungalow, kein Ferienhaus, kein Ferien-Appartement nach seinem Wunsch findet, dem ist nicht zu helfen: Angeboten wird alles, und zwar überreichlich.
Allmählich schwenkt die Straße nach Süden, begleitet von immer neuen Feriensiedlungen, über denen hier und da eine der alten Turmruinen thront. Vor Sotogrande wird der Fluss Guadiario überquert, danach wird es noch einmal bergig. Bei San Roque teilen sich die Straßen: Die N 340 steuert Algeciras an, aber eine Nebenstraße (zu der Sie auch schon bald hinter Sotogrande abzweigen können) nimmt Kurs auf La Línea de la Concepción, jene spanische Stadt, die Gibraltar beinahe schon abschreckend vorgelagert ist. Zu sehen gibt es hier nicht viel, alle Aufmerksamkeit gilt nun auch schon Gibraltar.
Es ist - ohne Zweifel - ein Höhepunkt an der Costa del Sol - ein Stück Großbritannien auf spanischem Boden, in dem sich Historie und Gegenwart die Hand reichen. Nach allerlei Kontroversen steht der Zugang zur Felsenfestung Spaniern und Touristen seit Februar 1985 frei - Kontrolle der Papiere am Grenzübergang inbegriffen. Bevor die Stadt erreicht ist, muss die Landepiste des Flughafens überquert werden - Raum ist knapp. Bevor ein Flugzeug landet, wird die Zufahrt für Autos gesperrt. Übrigens kann Gibraltar von jedermann auch angeflogen werden. Auch wenn die britische Anwesenheit auf diesem "Torpfosten" zwischen Mittelmeer und Atlantik Tradition hat, so begann sie doch erst 1704, wobei die Briten damals nicht als Kolonialmacht, sondern zur Unterstützung des spanischen Thronfolgers kamen.
Zu sehen gibt es auf dem kleinen Felsvorsprung vielerlei. Mancher denkt zuerst an die freilebenden schwanzlosen Affen, deren Anwesenheit - angeblich - auch Großbritanniens Anwesenheit garantiert. Als die Zahl der Affen um 1940 absank, sorgte Churchill daher rasch für Nachschub. Eine Seilbahn führt hinauf zu den Affen und zum Felsengipfel. Den Felsen durchziehen endlose Gänge, die militärischen Notwendigkeiten dienen. Auch wenn Gibraltar britisch ist und hier demzufolge Pfund-Währung gilt, hat man den Rechtsverkehr von Spanien beibehalten. Von vielen Punkten Gibraltars kann man das Mittelmeer bis nach Marokko überschauen. Die terrassenförmig angelegte Stadt selbst dreht sich um ihre Mainstreet, die Hauptstraße, mit einer endlosen Kette von zollfreien Läden, deren Angebote von billigem Ramsch bis zur Spitzentechnik oder Cashmere reichen. Badestrände gibt es selbstverständlich ebenso wie einen spektakulären Leuchtturm an der Südspitze, der Punta de Europa. Im Süden liegen auch die schönen Alameda-Gardens mit ihren tropischen Pflanzen und einer herrlichen Aussicht.
Den schönsten Blick auf Gibraltar, das ungemein fotogen ist, haben Sie von Algeciras aus, das auf gleicher Höhe, jedoch jenseits der Bucht im Westen liegt. Die Hafenstadt bietet auch die Möglichkeit, nach einer Schiffsfahrt von 2 ½ Stunden über die Straße von Gibraltar, vielleicht von Delphinen begleitet, in Tanger ein Stück nordafrikanischer Welt zu erleben.
Von Algeciras nach Südwesten erreichen Sie dann auf abwechslungsreicher Bergfahrt Europas südlichste Stadt: Tarifa. Damit sind Sie am Atlantik. Einen großartigen Blick auf das marokkanische Rif-Gebirge bietet schon vorher an der Strecke der 340 Meter hohe Pass Puerto del Cabrito sowie der aussichtsreiche Mirador El Estrecho. Tarifa profitiert von der Lage zwischen Meer und den anschließenden grünen Hügeln. Von Römern gegründet, erhielt Tarifa 711 eine arabische Festung, deren Alcazar mit Mauern und Türmen an eine 500 Jahre dauernde arabische Herrschaft erinnert. Arabisch wirkt aber auch die ganze Stadt mit ihren verwinkelten Gassen.
Die Karte verrät, dass die Straße von Tarifa nach Cadiz nicht an der Küste, sondern überwiegend im Hinterland verläuft, wobei nur einzelne Stichstraßen aus der Hügellandschaft ans Meer führen. Die jungen Stiere, die Sie hier auf den Weiden sehen, sind als künftige Kampfstiere für die Arena bestimmt. Wichtigster Ort an der Strecke ist das malerische weiße Städtchen Vejer de la Frontera. Wichtig auch deshalb, weil Sie von hier zu einem Punkt abzweigen können, der seinen Platz in der Weltgeschichte hat: das Kap Trafalgar. Vor diesem Kap schlug Englands legendärer Seeheld Nelson die Flotte Napoleons vernichtend, aber er selbst verlor damals sein Leben. In Gibraltar kann man nahe dem Eingangstor zur Mainstreet den Friedhof der vor Trafalgar gefallenen Soldaten sehen - noch heute mit Blumen geschmückt. Das Kap selbst erreicht eine Höhe von 169 Metern und ist mit dichtem Pinienwald bewachsen, der bis zum Küstenstädtchen Barbate reicht.
Der Ausklang der Küstenstraße bis Cadiz hat nur noch wenig zu bieten. Cadiz selbst liegt auf einer schmalen, in den Atlantik ragenden Halbinsel, in deren Nähe zwischen San Fernando und Puerto Real zahlreiche Salinen angelegt sind. Von der Anmut des Mittelmeers sind Sie nun zur Weite des Atlantiks vorgestoßen. Auch hier ein Stück Historie: Bei Cadiz sammelte Hannibal, Feldherr aus Karthago bei Tunis, sein Heer für seine geplanten europäischen Eroberungen. Die Stadt mit ihren engen, kaum befahrbaren Gässchen lässt sich außerhalb der beiden ans Meer grenzenden Hauptstraßen nur zu Fuß richtig kennenlernen. Damit liegt die Fahrt entlang der Costa del Sol endgültig hinter Ihnen. Aber wer vielleicht noch einen halben Tag Zeit hat, sollte noch einen letzten Abstecher unternehmen. Denn von Cadiz sind es nur etwa 30 Kilometer bis Jerez de la Frontera. Es ist die Heimat des Sherrys, dessen Namen die Briten von Jerez abgeleitet haben. Die anheimelnde Großstadt beherbergt zahlreiche Kellereien, aus denen der weltweit beliebte Aperitif in vielerlei Qualitäten kommt. Die Erzeugnisse schwanken von süß bis sehr trocken - jeder kann Sherry nach seinem Geschmack trinken und selbstverständlich an Ort und Stelle in den Kellereien auch probieren. Er bildet einen guten Ausklang Ihrer Fahrt oder weckt vielleicht neuen Appetit auf die sonnigste Küstenstraße, die Europa zu bieten hat.

Gesamtstrecke: Almería - Motril - Torre del Mar - Málaga - Marbella - Gibraltar - Tarifa - Cadiz = ohne Abstecher und Alternativstrecken ca. 650 Kilometer
Das sollten Sie nicht auslassen:
Granada - Málaga - Mijas - Ronda - Gibraltar - Cadiz
Und wenn Sie mehr Zeit haben:
Almería - Sierra de Gádor - La Rabita - Salobreña - Nerja - Vélez-Málaga - Marbella - Estepona - Algeciras - Tanger - Tarifa - Vejer de la Frontera - Jerez de la Frontera(Quelle: ADAC)

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